Steinbach: Flüchtling aus Eritrea absolviert Ausbildung in Autohaus

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12.10.2016: aus: Taunus Zeitung. Von GABRIELE CALVO HENNING.
Vom Praktikanten über eine Berufsqualifizierung zum Lehrvertrag im Steinbacher Autohaus Schepp: In diesen wenigen Stichworten kann man die beruflichen Stationen von Tesfahaldet Tesfahanns in den vergangenen 12 Monaten beschreiben. Das Besondere dabei ist, dass der heute 18-Jährige als unbegleiteter, jugendlicher Flüchtling aus Eritrea nach Deutschland gekommen ist.

Dass Tesfahaldet Tesfahanns (18), genannt „Tes“, heute in der Kfz-Werkstatt im Autohaus Schepp steht und als angehender Kfz-Mechatroniker bei Inspektionen dabei ist und schon kleine Reparaturen erledigt, hat er nicht nur der Frankfurter Flüchtlings-Initiative „Joblinge“ zu verdanken. Die hatte ihm – wie berichtet – zunächst ein Praktikum im Autohaus vermittelt. Zwei wichtige Dinge kamen dazu: sein unbedingter Lernwille und die Bereitschaft des Betriebs, es mit ihm als Auszubildenden zu versuchen. „Als Handwerksbetrieb hat man ja auch eine soziale Aufgabe“, stellt Junior-Chefin Sabine Schepp klar. Deshalb sei es keine Frage gewesen, Tes als Praktikanten zu nehmen. „Denn durch unsere Schülerpraktikanten hatten wir Erfahrungen mit unterschiedlichen Nationen“, so Schepp weiter.

Wollten einfach helfen
Außerdem habe man um die schwierige Situation der jungen Flüchtlinge gewusst. „Da wollten wir einfach helfen“, ergänzt Senior-Chefin Waltraud Schepp. Tes lege einen großen Lernwillen an den Tag, sei sehr freundlich und habe als Praktikant und in der sich anschließenden Phase der beruflichen Qualifizierung direkt mit angepackt. Gute Voraussetzungen, um Azubi zu werden – seit dem ersten September ist er dabei.
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» http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hochtaunus/vordertaunus/Eine-Chance-fuer-Tes;art48711,2260114

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