Schmitten: Freundeskreis Asyl freut sich, kritisiert und sucht weitere Helfer

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9.7.2016: aus: Taunus Zeitung. Von EVELYN KREUTZ. In Schmitten ginge ohne den Freundeskreis Asyl in Sachen Integration nur wenig. Die freiwilligen Helfer greifen ein, wo denen, die dafür zuständig wären, die Zeit fehlt. Dabei würden sie sich viel lieber um das Miteinander von Mensch zu Mensch kümmern. Kostenlose Eintrittskarten für Kulturveranstaltungen können jetzt helfen. Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge werden dringend gebraucht.

Musik- und Sportveranstaltungen, daran haben etliche Flüchtlinge viel Spaß, denn da lernen sie Menschen kennen, und die Verständigung ist leicht. Am kulturellen Leben teilnehmen zu dürfen, ist ein Schritt zur Integration. Kostenlose Eintrittskarten vermittelt „KulturLeben Hochtaunus“ jetzt auch über den Freundeskreis Asyl Schmitten als neuem Sozialpartner.

Gaby Eisner und Brigitta Brüning-Bibo vom Vorstand des Kulturmittlers stellten beim Treffen des Freundeskreises Asyl das Prozedere vor, wie Interessierte an Karten der Kulturpartner kommen können. Ilona Fritsch-Strauß, Initiatorin und Sprecherin des Freundeskreises, sieht damit eine neue Möglichkeit, der Integration ein Stück näher zu kommen. „Für menschliche Dinge, auch gemeinsam Kultur erleben, dafür sind wir eigentlich da und weniger für Spendenverteilung und den Zugang zu rechtlichen Hilfen“, sagte sie und schob etwas gefrustet nach: „Wir sind nicht das Pflästerchen für gesellschaftliche Missstände, die die Politik nicht beseitigt.“

Obwohl es jetzt mehr Geld vom Bund für die Flüchtlingsarbeit gebe, müsse man darauf dringen, dass das auch in Schmitten ankomme und umgesetzt werde, ergänzte Jeanette Eschweiler. Einerseits fehlten Lehrkräfte für Deutschkurse, andererseits würden bestehende Kurse nicht voll, weil das Job-Center nicht mit den Anträgen nachkomme.

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» http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hochtaunus/usinger-land/Endlich-eine-eigene-Wohnung;art48706,2103615

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