Oberursel: Umquartierung wird fortgesetzt

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30.6.2016: aus: Taunus Zeitung.
Der Hochtaunuskreis hat mit der Umquartierung der 66 Flüchtlinge aus der Unterkunft in der Karl-Hermann-Flach-Straße begonnen. 28 von ihnen wurden gestern in ihre neuen Unterkünfte in Bad Homburg, Königstein, Steinbach und Friedrichsdorf gebracht. Am heutigen Donnerstag sollen die verbliebenen 38 folgen.

Vergeblich hatten zuvor noch Flüchtlingsinitiativen an die zuständige Kreisbeigeordnete Katrin Hechler (SPD) appelliert, dass sämtliche Möglichkeiten ausgeschöpft werden müssten, „damit die Geflüchteten, die in Oberursel bleiben möchten, in Oberursel bleiben können und nicht kreisweit und an zum Teil abgelegene Orte verlegt werden“. Sie sehen bei einer Verlegung die bisherigen Integrationsbemühungen in Gefahr (TZ berichtete).

Diese Gefahr sieht man auch im Oberurseler Sozialausschuss, der am Dienstagabend mit großer Mehrheit den Magistrat aufforderte, sich beim Kreis dafür einzusetzen, dass Flüchtlinge im laufenden Verfahren nicht umgesiedelt werden müssen. Für Personen mit Aufenthaltserlaubnis solle verstärkt nach Unterkünften in Oberursel Ausschau gehalten werden, berichtet Ausschussvorsitzende Katja Adler (FDP).

Beim Kreis sind die Bitten aus Oberursel angekommen. Hechler hat ihre Bereitschaft signalisiert, bei einem runden Tisch alle Beteiligten zusammenzuholen. Eine Veranlassung, die Umquartierungen auszusetzen, sieht sie allerdings nicht.

Die Pressestelle des Kreises unterstreicht, dass niemand ins Usinger Land umquartiert würde. Das hatten Betroffene befürchtet, die eine Arbeitsstelle in der Gastronomie haben. Diese hätten wegen der schlechten ÖPNV-Anbindung spätabends nur schwer heimkehren können.

» http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hochtaunus/vordertaunus/Umquartierung-wird-fortgesetzt;art48711,2085658

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