Wehrheim / Ober-Eschbach: Unternehmer verhilft Asylant zur Halbtags-Arbeit

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29.6.2016: aus: Taunus Zeitung. Von GERRIT MAI. Miraqua Akbari hat Glück gehabt und eine Arbeitsstelle gefunden, wenn er auch nur 20 Stunden arbeiten darf. Aber der Mann aus Afghanistan hat auch etwas wichtiges dafür getan: Von Anfang an Deutsch gelernt.

Von wegen, Flüchtlinge nehmen deutschen Arbeitslosen die Jobs weg. Miraqua Akbari ist das beste Beispiel, dass das nicht so ist. Er arbeitet seit kurzem im Dienstleistungs-Unternehmen des Wehrheimers Michael Koch, und der hat lange gesucht. Die Stelle war beim Arbeitsamt angemeldet, aber niemand wollte in seiner Konfektionierung arbeiten.

Für Miraqua Akbari aus Afghanistan dagegen ist der Job ein wahrer Glücksfall, er fühlt sich wohl in dem Unternehmen, wird von den Kollegen geschätzt, und der Chef kümmert sich selbst darum, dass bei der Anmeldung bei der Krankenkasse oder beim Finanzamt alles richtig läuft. „Das ist mir ganz wichtig, wir können ihn damit ja nicht allein lassen“, so Koch.

Formulare und Behörden
Allerdings werde es potenziellen Arbeitgebern nicht gerade leicht gemacht, einen anerkannten Asylanten in Lohn und Brot zu nehmen. Es seien viele Anträge auszufüllen, wozu ein Asylant gar nicht in der Lage sei, und als Arbeitnehmer habe er es gleich mit mehreren Behörden, der Flüchtlingsstelle des Hochtaunuskreises, dem Bundesamt für Migration und dem Arbeitsamt zu tun. Das mache eine Einstellung nicht einfacher.
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» http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hochtaunus/usinger-land/Viele-Huerden-bis-zum-Job;art48706,2084145

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