„Glauben hat Konsequenzen“ – Aktion für Flüchtlinge auf Supermarktparkplatz in Schmitten

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1.10.2014:
Bad Homburg, 30. September 2014. Bei dem Thema „Flüchtlinge“ können die Arnoldshainer Konfirmanden jetzt nicht nur mitreden – sie haben sogar tatkräftig mit angepackt und sich bei einer Aktion der Evangelischen Kirchengemeinde Arnoldshain am vergangenen Freitag („Tag des Flüchtlings“ 2014) für Flüchtlinge eingesetzt. „Das Thema `Glauben hat Konsequenzen` behandeln wir gerade im Konfiunterricht“, sagt der Arnoldshainer Pfarrer Christoph Wildfang. „Außerdem sind vier Asylbewerber in den Konfirmandenunterricht gekommen und haben dort von ihrer Flucht aus ihren Heimatländern berichtet“. Zusammen mit dem „Freundeskreis Asyl Schmitten“ organisierte man schließlich noch Papierschiffchen von “amnesty international“, die bei der Aktion vor dem Schmittener Supermarkt über 300 Passanten überreicht wurden. „Einige Flüchtlinge schrieben kurze Sätze über ihr Schicksal auf die eine Seite der kleinen Papierschiffchen – und die Konfis fügten ein Dankeschön an die Bevölkerung auf die andere Seite hinzu“, erläutert Wildfang. Mit dabei war außerdem ein vier Meter breites Banner mit dem Bibelzitat „Der Fremde, der sich bei Euch aufhält, soll Euch wie ein Einheimischer gelten und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst. Ich bin der Herr, Euer Gott“. Fast 30 dieser Banner wurden in einer ökumenischen Aktion an die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden im Hochtaunus ausgegeben. „Wir sind mit dem Banner herumgelaufen, damit es gut gesehen werden kann. Manche Autofahrer fuhren extra langsam, um den recht langen Text genau zu lesen“, freut sich Sabine Noppeney von der katholischen Gemeinde in Niederreifenberg. Auch viele der 39 Flüchtlinge in Schmitten kamen an den Stand und beteiligten sich. Einige Passanten brachten Bonbons vorbei oder boten Sachspenden, wie zum Beispiel eine Waschmaschine, Möbel oder Winterkleidung, an. Viele bekundeten ihre Sympathie für die Aktion. „Nur ganz wenige gingen wegschauend vorbei, 90 Prozent der Angesprochenen signalisierten Zustimmung und nahmen die Papierschiffchen mit“, resümiert Wildfang. Der Bezug „Schiff/Flüchtling“ war nicht schwer zu vermitteln: Jedem war die Beziehung zu den vielen Flüchtlingen, die im Mittelmeer ertrinken, klar.
Die Aktion auf dem Parkplatz soll keine einmalige bleiben: So haben Jugendliche zum Beispiel Flüchtlinge zum Billiardspielen ins Jugendzentrum Schmitten eingeladen.


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