Kronberg: Ohne Ehrenamtler geht es bei der Integration von Flüchtlingen nicht.

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7.6.2016: aus: Taunus Zeitung, von BORIS SCHÖPPNER.

Vielleicht – in der heutigen Zeit, kann man das ja nicht ausschließen – finden sich Menschen, die Angst vor der Islamisierung der europäischen Vogelhäuschenkultur haben. Die werden sich möglicherweise darüber ärgern, dass ein Flüchtling aus der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Kronberg der Darmstädter Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid ein Vogelhäuschen in Form einer Moschee geschenkt hat. Lindenscheid freute sich über das Geschenk, das die Asylsuchenden unter Anleitung von Haustechniker Martin Göttenauer gebaut haben. Und auch für den hessischen Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) gab es ein Vogelhäuschen – in der klassischen Form.

Der Minister wollte sich einen Eindruck von der Einrichtung am Oberen Aufstieg verschaffen. In der Vergangenheit waren immer wieder Termine geplatzt – jetzt klappte es. Auch ein Zeichen dafür, dass sich die Lage etwas entspannt hat. Im vergangenen Winter habe die Tagesaufnahmequote noch bei 1000 oder sogar mehr Personen gelegen, jetzt seien es nur noch 50 bis 70 pro Tag. Die Phase der Improvisation habe man hinter sich gelassen, jetzt könne man die Aufgaben strukturierter angehen. In der Hochzeit habe es Unterkünfte an 62 Standorten gegeben. Gut ein Drittel davon werde geschlossen, ein knappes Drittel werde „passiv gestellt“, bliebe also als Reserve erhalten. Kronberg gehört zu dem Drittel, das aktiv bleibt – und mehr Flüchtlinge aufnehmen wird.

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» http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hochtaunus/vordertaunus/Ein-Vogelhaeuschen-fuer-den-Sozialminister;art48711,2046641

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