Neue Beratungsstelle für Opfer von rechtsextremer, rassistischer, antisemitischer, antimuslimischer und antiziganistischer Gewalt

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11.3.2016: Stellungnahme des Hessischen Kultusministeriums zum Flyer „response.“ (zu finden unter "Informationen" und unter unten aufgeführtem Link)


Mit „response.“ hat kürzlich eine hessenweit tätige spezifische Opfer-Beratungsstelle ihre Arbeit aufgenommen. Sie berät, begleitet und unterstützt Menschen, die von rechtsextremer, rassistischer, antisemitischer, antimuslimischer und antiziganistischer Gewalt betroffen sind. Unter Gewalt wird dabei unter anderem verstanden: Beschimpfung, Stigmatisierung, Bedrohung, Sachbeschädigung, Körperverletzung. Die Beratung und Unterstützung kann auch von Angehörigen oder Freunden Betroffener sowie von Zeugen eines Angriffs in Anspruch genommen werden.

Der Träger des Angebots ist die Bildungsstätte Anne Frank aus Frankfurt. Auftragge-ber für die Beratungsstelle ist das hessische Landes-Demokratiezentrum in Marburg, das an der Philipps-Universität angesiedelt ist. Die Bildungsstätte Anne Frank arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich mit dem Demokratiezentrum im beratungsNetzwerk hes-sen – gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus zusammen.

Das Beratungsangebot wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie im Rahmen des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremis-mus“ durch das Hessische Ministerium des Inneren und für Sport gefördert.

response. ist interdisziplinär aufgestellt und arbeitet mobil, aufsuchend, mehrsprachig und vernetzt. Vier Sprachen beherrschen die Mitarbeiter selbst – auch arabisch. Für weitere Sprachen können Dolmetscher hinzugezogen werden. Zum Beratungsange-bot gehören unter anderem:

• Ein schnelles Beratungsgespräch an einem Ort der Wahl nach einem Vorfall,
• das Aufzeigen von Wegen, um Menschen vor Ort zu finden, die Unterstützung leisten können,
• Information über Handlungsmöglichkeiten und Unterstützung bei der Ent-scheidung über weitere Schritte (Anzeigenerstattung, Inanspruchnahme von Therapien etc.),
• Begleitung bei Behördengängen (Polizei, Anwälte, Gerichte etc.),
• auf Wunsch Herstellung von Öffentlichkeit.
Die Beratung erfolgt vertraulich, auf Wunsch anonym und ist kostenfrei.

Den Flyer, der auf die Angebote aufmerksam macht, gibt es in deutsch-englischer und in deutsch-arabischer Fassung.

Der Flyer kann nach Einschätzung der KS PB sowie des Leiters des „Hessischen In-formations- und Kompetenzzentrums gegen Extremismus“ auch für Intensivklassen und Klassen für Integration und Abschluss interessant sein. Gerade Flüchtlinge, die noch nicht lange im Land sind, wissen oft nicht, wie sie ggf. als Opfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt in Deutschland reagieren sollen, sind verunsichert und ver-ängstigt. Mit response. stehen kompetente Ansprechpartner zur Verfügung, die schnell und unbürokratisch helfen.


Gez.

Horst-Günter Herold
Referent Koordinierungsstelle
Politische Bildung und außerschulische Lernorte


» http://www.response-hessen.de/

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