Taunuszeitung vom 17.10.2015 - Flüchtlinge versehentlich nach Oberursel geschickt

Zurück zur Übersicht

17.10.2015: Flüchtlinge versehentlich nach Oberursel geschickt
17.10.2015
0twittern0teilen0Pin itmailendrucken

Die Notunterkunft für Flüchtlinge in den Sporthallen der Erich-Kästner-Schule beschäftigt die ganze Stadt – und war auch Thema bei der Mitgliederversammlung der Grünen.

Wie berichtet, schwankt die Zahl der Menschen, die dort ein Obdach gefunden haben. Waren es tags zuvor noch 600 gewesen, so waren es am Donnerstagabend laut Erstem Stadtrat Christof Fink etwa 500. Ein Grund für den Rückgang war ein Fehler, der dazu geführt hatte, dass Menschen aus der Erstaufnahme-Einrichtung in Gießen nach Oberursel geschickt worden waren. Das bestätigte gestern auch der Hochtaunuskreis, nach dessen Auskunft gestern Nachmittag etwa 550 Bewohner in der Unterkunft lebten.

Laut Christof Fink stammen die meisten aus Syrien und Afghanistan. Während nur wenige Frauen alleine angekommen sind, sind viele Männer im Alter von 20 bis 40 Jahren dabei, die sich alleine auf den Weg gemacht haben. Auch Säuglinge und Kinder haben in Oberursel Unterschlupf gefunden. Den Mädchen und Jungen stehen jetzt auch ein kleiner Spielplatz sowie Spielsachen zur Verfügung.

Werden die Flüchtlinge jetzt in Oberursel registriert oder nicht? Diese Frage kam bei der Versammlung der Grünen auf. Wie Fink erklärte, sollen Mitarbeiter der Erstaufnahme-Einrichtungen nach Oberursel kommen, um die Menschen dort quasi „mobil“ zu registrieren. Die Flüchtlinge könnten dann bereits in der Notunterkunft ihr Asylgesuch stellen. Normalerweise erfolgt die Registrierung erst in der Erstaufnahme-Unterkunft. Wann die Mitarbeiter kommen, steht noch nicht fest. she

Zurück zur Übersicht
zurück zur Startseite